Windows mag keine neue Hardware 28. Oktober 2009 14:45
Das Microsoft manchmal komische Vorstellungen von "nutzbarer" Software hat ist ja nichts Neues.Dass die Redmonder es einem aber so schwer machen müssen hätte ich nun doch nicht erwartet.
Mir ist unverhofft das Netzteil und nach Tausch dessen auch noch das Mainboard kaputt gegangen - beides ohne Vorzeichen oder erkennbare Schäden.
Gut, das wäre an sich nicht weiter schlimm - wenn man denn nicht OnBoard-Raid und Windows nutzen würde.
Neues Board und Netzteil sind schnell besorgt und verbaut - und es wartet ein Bluescreen, weil Windows trotz gleichem/ähnlichem Chipsatz die Festplatten nicht erkennt.
Nach etwas Überlegen habe ich dann eine Reparaturinstallation - selbstverständlich mit den neuen Treibern - gemacht und siehe da, Windows bootet wieder.
Aber es wäre ja langweilig, wenn es so einfach wäre.
Mich begrüßte die Meldung, dass ich aufgrund der Hardwareänderung doch bitte Windows reaktivieren möge.
Auch das stellt prinzipiell kein Problem dar, die Lizenz liegt hier, das Telefon ist griffbereit...
Wenn, ja wenn, Microsoft nicht so unheimlich schlau wäre.
Ich musste nach einem Treiberupdate, das ich nach dem ersten erfolgreichen Booten gleich vorgenommen habe, nochmal rebooten - es bleiben einem ja gnädige drei Tage für die Aktivierung.
Pustekuchen!
Beim nächsten Login wird mir lapidar mitgeteilt, dass ich die Aktivierung sofort vornehmen muss, um mich wieder einloggen zu können.
Gut, ich komme mir zwar leicht erpresst vor, klicke aber willig auf "jetzt aktivieren".
Ja, wo ist sie denn, die Aktivierung?
Sie taucht nicht auf, egal ob als User oder Admin angemeldet, im abgesicherten Modus hat Redmond das ja gleich vorsorglich ganz verboten - man könnte ja eine legale Lizenz haben und sein Windows wirklich aktivieren wollen!
Der tolle Produktsupport lässt einen wahlweise im Regen stehen oder schröpft einen gleich richtig - "OEM-Support ist nicht kostenlos, da müssen Sie eine andere Nummer wählen".
Na herzlichen Dank, Mickeysoft.
Ich wünsche keinem, und das meine ich ernst, dass er jemals an diesem Punkt steht.
Denn wenn der Aktivierungsassistent nicht startet steht man ziemlich dumm da - mit an sich lauffähigem Windows aber keinem Zugriff.
Und wem die Zeit fehlt, eine Neuinstallation durchzuführen, der guckt richtig in die Röhre.
Was ich daraus gelernt habe?
Ich werde mich 2010 daran begeben, alle proprietäre Windows-Software durch äquivalente OS-Produkte oder Eigenentwicklungen ersetzen und dann schnellstmöglich die Fronten wechseln - denn dieses Mal stimmt's wirklich: "Mit Linux wäre das nicht passiert".
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